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  • Jürgen Fazeny

Kommt der Umbruch beim Bezahlen?

Aktualisiert: 27. Juli 2019


Quelle: https://www.der-bank-blog.de/kommt-umbruch-bezahlen/studien/mobile-payment-studien/37655280/


Immer mehr Deutsche nutzen eine Karte statt Bargeld beim Bezahlen. Mittlerweile hat jeder Zweite in Deutschland bereits kontaktlos bezahlt. Mobile Payment per Smartphone scheint der logische nächste Schritt zu sein.


Mobile Payment, das Bezahlen via Smartphone steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen. Die Anforderungen sind vielfältig. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien zu dieser neuen Entwicklung, die insbesondere für Banken und Sparkassen eine Bedrohung darstellt.


Langsam scheint Bewegung in den deutschen Markt für Zahlungsverkehr zu kommen. Einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung des EHI zufolge überholten 2018 erstmals kartengestützte Zahlungen im stationären Einzelhandel erstmals die Bargeldzahlungen beim Volumen. Vor allem die Girocard hatte daran mit 30,1 Prozent großen Anteil.


Anders sieht es hingegen bei der Anzahl der Transaktionen aus. Hier dominiert unverändert das Bargeld mit 76,1 Prozent. Allerdings ist auch dieser Wert rückläufig, denn auch viele kleinere Beträge werden mittlerweile per Karte bezahlt.


Vielfältige Innovationen beim Bezahlen


Doch immer mehr Banken, Zahlungsdienstleister und Technologieunternehmen bieten innovative Zahlungsmethoden wie Echtzeit-Überweisungen, kontaktloses Bezahlen, und mobile Bezahlverfahren an. Deutsche Kunden hatten diese innovativen Zahlungsmethoden im europäischen Vergleich zunächst nur zögerlich angenommen. Doch seit Google und Apple in Kooperation mit verschiedenen deutschen Banken ihre Mobile Payment-Angebote mit entsprechenden Marketingkampagnen in 2018 lanciert haben, scheint sich hierzulande ein Umbruch im Zahlungsverhalten abzuzeichnen.


Das deutet zumindest eine Studie der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman an. Sie zeigt unter anderem einen Vergleich der Nutzer von kontaktlosem Bezahlen in Deutschland von Mitte 2017 mit Anfang 2019. Demnach hat sich deren Anteil verdreifacht:




Während im Juli 2017 lediglich 15 Prozent der Befragten angaben, kontaktlose Bezahlmöglichkeiten zu nutzen, hat sich diese Prozentzahl Januar 2019 auf 47 Prozent mehr als verdreifacht. So behauptet mittlerweile jeder Zweite in Deutschland, bereits kontaktlos bezahlt zu haben. Vor allem die Girocard wird für kontaktloses Bezahlen genutzt.


Mobile Payment folgt kontaktlosem Bezahlen


In der Folge ist auch der Anteil der Bezahlmethoden über das Handy oder Smartphone gewachsen. Stand Januar 2019 haben 26 Prozent der Befragten mobile Bezahlmethoden mindestens einmal genutzt, darunter vor allem Jüngere.


Demnach greifen die Nutzer mobiler Bezahlmethoden vor allem auf bankübergreifende Anbieter wie z.B. Paypal (16 Prozent), und Payback Pay (9 Prozent) zurück. Bei Mobile-Payment-Funktionen in bankeigenen Apps kann einzig die Bezahl-App der Sparkassen, mit knapp 5 Prozent Nutzungsquote mithalten. Alle anderen bankindividuellen Apps kommen in Summe nur auf rund 5 Prozent Nutzungsquote.


Apple Pay wurde bereits von 4 Prozent der Befragten, Google Pay von knapp 5 Prozent genutzt. Bezogen auf die Verbreitung der beiden Smartphone-Betriebssysteme weist Apples iOS mit 12 Prozent eine höhere Durchdringung auf als Google mit 7 Prozent.


Zukünftige Entwicklung des Zahlungsverhaltens in Deutschland


Die Autoren der Studie erwarten einen weiteren Anstieg bei der Nutzung mobiler Bezahlmethoden sowie einen rückläufigen Bargeldanteil. Kunden würden zudem ein integriertes Angebot von möglichst nutzerfreundlichen und einfachen Zahlungsmöglichkeiten erwarten.


Zur weiteren Steigerung sollten mobile Zahlungsmethoden mit zusätzlichen Mehrwerten (Gutscheine, Loyalitäts- und Bonusprogramme) aufgewertet werden. Banken sollten hierzu kurzfristig Kooperationen mit Technologieanbietern wie Google und Apple eingehen.


Mittelfristig könnten pan-europäische Bankenlösungen zum mobilen Bezahlen Skaleneffekte schaffen und eine Möglichkeit bieten, im Wettbewerb mit großen Technologieanbietern mithalten zu können.

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Jürgen Fazeny

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