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  • Jürgen Fazeny

„Mobile Payment ist das Top-Thema der Zukunft.“

Aktualisiert: 10. Juni 2019


Quelle: https://advertorial.sueddeutsche.de/deutsche-bank/mobile-payment-ist-das-top-thema-der-zukunft/


Weltweit bezahlen immer mehr Menschen mit dem Handy. Nach dem Start von Google Pay und Apple Pay nimmt das mobile Bezahlen jetzt auch in Deutschland mächtig an Fahrt auf. Jessica Claar, die bei Mastercard das Marketing verantwortet, hat zwei Jahre lang im fast bargeldlosen Schweden gelebt. Die 37-Jährige ist sich sicher: Der globale Trend zum mobilen Bezahlen ist auch hierzulande nicht mehr aufzuhalten.


Die Brötchen beim Bäcker, die Zeitschrift am Kiosk, das Taxi oder auch der Wochenend-Einkauf im Supermarkt – in Schweden hat Jessica Claar all das schon mit ihrem Smartphone bezahlt. Im größten Land Skandinaviens werden nach Informationen der Schwedischen Zentralbank bereits mehr als 80 Prozent aller Einkäufe elektronisch getätigt. Zurück in Deutschland will Claar, die seit September letzten Jahres bei Mastercard als Vice President Marketing & Communications arbeitet, auch die rund 60 Millionen deutschen Smartphone-Nutzer für das bargeldlose Einkaufen begeistern.


Als Mobile Payment gelten alle Bezahlvorgänge mit mobilen Endgeräten, wie Smartphones oder auch Smart Watches. Zum Bezahlen kann man dieses einfach an ein Kartenterminal halten, das es in vielen Geschäften gibt. Die Daten werden dabei per Funk übertragen, die Technik dahinter nennt sich Near Field Communication. Der dafür nötige Chip ist in fast allen Handys verbaut. Manche Geschäfte setzen auch auf andere Systeme, etwa QR-Codes, die man mit dem Smartphone einscannt.


Auf dem Handy selbst braucht man eine App, in der eine Kredit- oder Girokarte hinterlegt ist und die man zum Bezahlen öffnet. Solche Apps gibt es mittlerweile viele. Die bekanntesten Dienste sind Apple Pay und Google Pay. Sie agieren häufig als Partner von Banken, die die Funktionen in ihre Apps integriert haben. Einige Banken haben auch eigene Mobile-Payment-Angebote, zum Beispiel die Volksbanken und Sparkassen.

FRAU CLAAR, WARUM soll ich mein Portemonnaie mit Kreditkarte und Kleingeld zu Hause lassen?

Jessica Claar: Weil Mobile Payment einfacher, sicherer, schneller und dazu noch hygienischer ist.


Das müssen Sie erklären. Fangen wir mal mit „hygienischer“ an.

Ihr Handy fassen nur Sie an, Geld geht durch viele Hände. Da können Sie froh sein, wenn die Brötchen beim Bäcker mit Handschuhen eingeräumt werden. Ich habe zwei Jahre lang in Stockholm gelebt und hatte nie Cash dabei. Hier kann man schon fast überall bargeldlos bezahlen, selbst beim Bäcker. In Deutschland wird diese Bezahlmethode noch nicht in allen Geschäften akzeptiert. Sobald das der Fall ist, wird sich der Trend – ähnlich wie in Schweden und China – auch in Deutschland durchsetzen. Davon bin ich überzeugt.


DIE DEUTSCHEN LIEBEN aber ihr Bargeld.

Ja, das ist so. Viele glauben, einen besseren Überblick über ihre Ausgaben zu haben, wenn sie bar bezahlen. Dabei sind die Abbuchungen auf den Mobile-Payment-Apps, die den Kunden von Banken und Partnern wie Google oder Apple zur Verfügung gestellt werden, sofort einsehbar, genau nachvollziehbar und viel transparenter als Bargeld.


Okay, das klingt einfach. Aber ist Mobile Payment auch sicher?

Die Technologie, mit der das Smartphone und andere „Wearables“ – wie Ihre Smart Watch – mit dem Bezahlterminal an der Kasse kommuniziert, ist absolut sicher. Dafür sorgt ein nicht ganz unkomplizierter Prozess, der innerhalb weniger Sekunden abläuft und wie folgt funktioniert: Die 16-stellige Kartennummer wird an der Kasse in einen einmaligen 16-stelligen Nummerncode verwandelt. Die Bank des Händlers, der sogenannte Acquirer, sendet diesen zur „Übersetzung“ an uns. Wir prüfen, von welchem Gerät die Nummer kommt und leiten die „unverschlüsselte“ Kartennummer an die Bank des Karteninhabers zur Autorisierung des Bezahlvorgangs weiter. Anschließend wird diese dann „rückübersetzt“ und die Zahlung freigegeben.


Warum sind Sicherheit und Datenschutz in Ländern wie Skandinavien kein Thema?

Die Schweden sind sehr unerschrocken, wenn es um neue Technologien geht. Als ich dort gelebt habe, haben sich viele gerade ihr Zugticket als Mikrochip in die Hand implantieren lassen. Das finden die Leute cool. In Deutschland wäre so etwas nur schwer vorstellbar. Datenschutz hat in Schweden einfach eine geringere Priorität. Hier ist ohnehin alles einsehbar, angefangen von den Gehältern und der Höhe der Steuern, bis hin zu Krankenhausaufenthalten. Man hat nichts zu verstecken und profitiert von dieser Transparenz.


Jetzt gibt es aber auch in Deutschland nicht nur Bedenkenträger. Immerhin: Etwa 15 Prozent der Zahlungen an deutschen Ladenkassen werden schon kontaktlos getätigt – Tendenz steigend. Wir haben in Deutschland ein riesiges Potenzial, vor allem an jüngeren Verbrauchern. Sie sind extrem offen und innovationsgetrieben und haben auf Angebote wie die von Apple Pay, Google Pay oder Garmin Pay bereits sehnsüchtig gewartet. Für diese Zielgruppe gehört das Smartphone genauso zum Alltag wie Mobile Banking und Payment. Als Vorreiter tragen sie dazu bei, dass das bargeldlose Bezahlen auch bei uns schnell bekannt und selbstverständlich wird.


„Wir haben in Deutschland ein riesiges Potential, vor allem an jüngeren Verbrauchern.“JESSICA CLAAR Vice President Marketing & Communications für Deutschland und die Schweiz


Daher spricht der neue Werbespot von Mastercard auch genau diese Zielgruppe an? Richtig. Die Botschaft des Spots lautet: „Follow the best“, also: „Folge den Besten“. Dabei geht es um Sport, Leidenschaft und Vorbilder, für die wir Lionel Messi, Neymar oder Ana Ivanovic als Testimonials gewinnen konnten.

Mobile Payment ist in Deutschland noch vergleichsweise wenig verbreitet. Lediglich einer von vier Deutschen nutzt die Technik bereits heute, wie die Unternehmensberatung PwC in einer Studie herausgefunden hat. Tatsächlich haben aber die wenigsten ein grundsätzliches Problem mit Mobile Payment. 70 Prozent der unter 40-Jährigen wollen in den nächsten fünf Jahren die Technik nutzen.


Gerade die jüngeren Bevölkerungsschichten bezahlen schon fleißig mit ihrem Smartphone oder ihrer Smartwatch. Bei den Deutschen unter 30 nutzen bereits heute 46 Prozent Mobile-Payment-Verfahren.


Andere Zahlmethoden, etwa Bargeld oder Karten, werden im deutschsprachigen Raum aber nicht verdrängt. Dazu sind die Vertrauenswerte der Hausbanken noch zu hoch. Mobile Payment dürfte aber eine Komplementärtechnik für bestimmte Bereiche des täglichen Lebens werden. Besonders beim Shoppen und bei Geldüberweisungen unter Freunden und Bekannten ist es schon heute sehr beliebt.


Die Zukunft sieht gut aus für den Mobile-Payment-Sektor. Der Zahlungsabwickler Worldpay prognostizierte vergangenes Jahr, dass Mobile Payment 2022 die zweitwichtigste Zahlungsmethode weltweit werde, hinter Debitkarten und noch vor Kreditkarten und Bargeld. Allied Market Research geht davon aus, dass 2023 3,5 Billionen Dollar auf diese Art und Weise überwiesen werden.


Besonders Europa ist ein Wachstumsmarkt. Bis 2022 werden 19,6 Millionen neue Nutzer hinzukommen, insgesamt werden es dann 59,8 Millionen sein. Auch in Asien gibt es noch Wachstumsmärkte, etwa Taiwan. Dort hat die Regierung das Ziel ausgerufen, bis 2025 90 Prozent aller Smartphonenutzer von Mobile Payment zu überzeugen. Mit Indien (26.4%) und Indonesien (24.3%) führen zwei große Nationen die Wachstumsprognosen für das Jahr 2019 an. Die Marktforschungsfirma eMarketer geht davon aus, dass bereits dieses Jahr 36% aller Smartphone-Nutzer weltweit mindestens eine Mobile-Payment-Transaktion durchführen werden.


CHINA

Bargeldzahlung ist fast gänzlich aus dem Alltag der Chinesen verschwunden. Als Ersatz greifen sie aber nicht auf Kreditkarten oder Online-Banking zurück, stattdessen auf Mobile Payment.Die beiden großen Dienste im Land sind Alipay und Wepay. Alipay wurde vom Alibaba-Konzern entwickelt. Dieser bot mit seiner Online-Plattform eine Art chinesisches Amazon an und entwickelte dafür eine komfortable Bezahlfunktion. Der große Konkurrent Wepay stammt von Tencent, einem weiteren chinesischen Digitalkonzern. Er war zunächst eine Erweiterung des hauseigenen Chatdienstes WeChat.

SCHWEDEN

Schweden ist heute eine fast schon bargeldlose Gesellschaft. Haupttreiber hierfür ist die App Swish. Der Mobile-Payment-Service wird von sechs schwedischen Banken betrieben. Laut einer Studie der Königlichen Technischen Hochschule ist der Einsatz von Swish mit dafür verantwortlich, dass in Schweden mittlerweile deutlich weniger Bargeld zirkuliert. Das meiste Bargeld liegt heute in den Depotboxen der Banken oder zuhause bei den Schweden. Die Regierung unterstützt die Entwicklung weg vom Bargeld ebenfalls. Sie hofft auf diese Weise die Kriminalität zu reduzieren.


BEZAHLEN PER APP – was heißt das für die Händler?

Die Treiber des mobilen Bezahlens, also die jüngeren Kunden, wollen über ihr Smartphone von Zusatzleistungen wie Coupons, Rabatten oder Gutscheinen profitieren. Auf dieser Basis sind die Händler gefordert, entsprechende Anreize und einen echten Mehrwert zu schaffen. Mobile Payment ist daher in jeder Hinsicht ein sehr alltagsrelevanter Service, der die Smartphone-Nutzer überzeugen wird. Für mich ist mobiles Bezahlen das Top-Thema der Zukunft – und die hat schon begonnen.


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Jürgen Fazeny

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